• Berufliche Integration

    Den Weg in die Arbeitswelt bereiten

  • Mit Berufsbegleitung

    Den Fuß in die Arbeitswelt setzen

Erfolgsgeschichte #2

Aufgrund seiner psychischen Erkrankung wechselt Herr B. häufig den Arbeitsplatz
und gerät wiederholt in Auseinandersetzungen mit Vorgesetzten und Mitarbeiter:innen. Im Berufstraining erfährt er Struktur und hat Erfolgserlebnisse am Arbeitsplatz.

Herr B. macht eine Lehre zum Maler und Anstreicher. Bereits während der Lehrzeit kommt es an seinem Arbeitsplatz vermehrt zu Konflikten, nicht zuletzt aufgrund seines frühen Drogenkonsums. Nach dem Lehrabschluss wechselt Herr B. häufig die Betriebe bzw. seine Tätigkeit, v.a. aufgrund von Auseinandersetzungen mit den Mitarbeiter:innen und/oder Vorgesetzten.
Schließlich kommt Herr B. in eine massive Überforderungssituation - sein psychischer und körperlicher Gesundheitszustand verschlechtert sich wesentlich, und das längerfristige Bestehen in einer Arbeitsstelle ist nicht mehr möglich.

Nach einem Rehabilitationsaufenthalt beginnt Herr B. mit dem ARTIS Arbeits- und Berufstraining.
Herr B. setzt sich im Berufstraining intensiv mit sich selbst auseinander und kann vertrauensvolle Beziehungen am Arbeitsplatz aufbauen. Er lernt, Arbeitsschritte korrekt und nach Anleitung auszuführen, kann negative Erfahrungen aufarbeiten und erlebt positive Rückmeldungen am Arbeitsplatz.

Nach einer mehrmonatigen Erprobung in einem Betrieb wird Herr B. in ein Dienstverhältnis übernommen, das nun auch sein finanzielles Auskommen sichert.
Auf die Frage, was ihm geholfen hat, meint Herr B., dass es vor allem „… Zeit und die vorgegebene Struktur“ waren, die zur Wiederherstellung seiner psychischen Widerstandskraft geführt haben. Die ehrlichen Rückmeldungen der Trainer:innen waren für eine realistische Selbsteinschätzung wichtig.

Erfolgsgeschichte #1

Herr A. schließt eine höhere Schule mit Matura ab und beginnt ein Studium an der Universität Innsbruck.
Einige Jahre später kommt es zur Erkrankung und Herr A. muss auf Grund der ausgeprägten Symptomatik das Studium abbrechen. Nach mehreren stationären Aufenthalten und vier Jahren sozial- und psychotherapeutischer Begleitung kommt Herr A. schließlich ins ARTIS Arbeits- und Berufstraining.

Auf Grund seiner schulischen Ausbildung möchte Herr A. in der Buchhaltung beruflich Fuß fassen. Er kann sich während des Trainings im Rahmen zweier Praktika erproben und bekommt von beiden Betrieben ausgezeichnete Rückmeldungen.

Fehlende Berufserfahrung, die lange „Lücke“ im Lebenslauf und die Konkurrenz bei Bewerbungen erschweren allerdings die Stellensuche erheblich. Nach einer intensiven Bewerbungsphase mit vielen Absagen kann sich Herr A. für berufliche Alternativen öffnen und macht eine Erprobung in einem Lebensmittel-Produktionsbetrieb, die auf Grund der hohen Zufriedenheit um mehrere Monate verlängert wird. Danach wird Herr A. angestellt.

Ein halbes Jahr nach Start des Dienstverhältnisses meint sein Vorgesetzter: „Ich bin mit Herrn A. nach wie vor sehr zufrieden. Er hat sich gut in das Team der Tagschicht integriert und erledigt seine Aufgaben mit großer Genauigkeit und Sorgfalt. Mit seiner höflichen und hilfsbereiten Art kommt er sehr gut bei seinen Kolleg*innen an und ist ein wertvoller Mitarbeiter für mich geworden.“

Herr A. arbeitet Vollzeit und wohnt allein in einer Mietwohnung.
Er ist in regelmäßiger fachärztlicher Behandlung und akzeptiert, „lebensbegleitend“ Medikamente zu nehmen. Der offene Austausch über seine Erkrankung mit Menschen in seinem privaten Umfeld ist nur schwer möglich. Dennoch hat er den erfolgreichen beruflichen Wiedereinstieg und eine wesentliche Steigerung seiner Lebensqualität erreicht.